A20: Planungen gehen weiter
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Itzehoe, hat für den Planungsabschnitt von Bad Bramstedt (A 7) bis zur Landesstraße L 114 bei Bokel das Planfeststellungsverfahren beantragt. "Mit dem rund 15 Kilometer langen Streckenabschnitt geht nun auch der letzte Abschnitt der A 20 Nord-West-Umfahrung Hamburg in unserem Bundesland in das Genehmigungsverfahren", sagte Verkehrsminister Jost de Jager am Montag in Kiel. Das sei ein bedeutender Schritt für die Gesamtrealisierung des größten und wichtigsten Verkehrsprojektes in Schleswig-Holstein. Die genehmigten Bau- und Grunderwerbskosten für den vierstreifig geplanten Streckenabschnitt betragen 129,1 Millionen Euro. Gleichzeitig werde die A 20 die westlichen Regionen in Schleswig-Holstein stärken und sie noch interessanter für den wirtschaftlichen europäischen Wettbewerb machen. Auch werden viele Ortsdurchfahrten vom Verkehr entlastet und die Verkehrssicherheit erhöht. Neben einigen Ingenieurbauwerken, wie Über- und Unterführungen, ist auch eine Grünbrücke östlich von Bokel geplant. Das Planfeststellungsverfahren wird vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde Kiel, durchgeführt.
(11. Oktober 2010)
Ziel der Planungen ist es, eine leistungsfähige und großräumige Ost-West-Verbindung im Norden der Bundesrepublik Deutschland zu schaffen. "Die A 20 in Schleswig-Holstein und ihre Weiterführung in Niedersachsen wird die vorhandenen Fernverkehrsachsen der Autobahnen A 1 und A 7 entlasten und die Anbindung Skandinaviens an Zentral- und Westeuropa optimieren", sagte de Jager.
Baubeginn für die Strecke um Bad Segeberg bis zur A7 ist nach derzeitigem Planungsstand 2011.


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